Antidepressiva – Alle Fakten im Überblick

Weltweit steigt die Zahl an Depressionen erkrankter Menschen. Eine Studie der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) aus dem Jahr 2015 geht von 322 Millionen Betroffenen weltweit (immerhin 4,4 % der Weltbevölkerung) aus. Das sind ganze 18 % mehr als es bei Erhebungen 10 Jahre zuvor der Fall war. Menschen die von Depressionen betroffen sind leiden unter Antriebslosigkeit, Interesselosigkeit, einem gestörten Selbstwertgefühl und innerer Leere. Dazu können körperliche Begleiterscheinungen kommen. Schlafstörungen, Verspannungen, Kopf- oder Gliederschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind häufige Beschwerden. Nicht selten führen Depressionen sogar zum Suizid und sind deshalb eine potentiell tödliche Erkrankung.
Entsprechend groß ist der Behandlungsbedarf. Grundsätzlich wird versucht mit psychotherapeutischen Methoden gegen die Probleme der Betroffenen vorzugehen. Ein wichtiger Teil der Behandlung sind häufig auch Antidepressiva. Sie sollen die Symptome der Depression lindern oder beheben und dadurch bessere therapeutische Erfolge ermöglichen. Die Antidepressiva Liste wird stetig länger und ihre Wirkung immer weiter entwickelt.
Aber trotz der immer verbreiteteren Einnahme von Antidepressiva Tabletten wissen viele kaum über diese Medikamente Bescheid. Was genau sind Antidepressiva eigentlich? Worin besteht bei Antidepressiva die Wirkung? Gibt es auch Antidepressiva ohne Rezept? Welche Antidepressiva sind rezeptfrei erhältlich? Wie sieht es bei Antidepressiva mit Nebenwirkungen aus? Inwiefern können pflanzliche Antidepressiva eine Alternative darstellen? Und was passiert wenn Patienten Antidepressiva absetzen? Auf diese und andere wichtige Fragen zum Thema soll im Folgenden eingegangen werden.

Was sind Antidepressiva eigentlich?

Antidepressiva - traurige Frau greift weinend zu Tabletten

Als Antidepressiva werden Medikamente bezeichnet, die vornehmlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt werden. Pharmakologisch werden sie auch als Thymoepileptika bezeichnet und als Psychopharmaka klassifiziert. Als Psychopharmaka gelten medizinisch genutzte psychoaktive Substanzen, die Abläufe im Gehirn beeinflussen und so die psychische Verfassung verändern können.
Antidepressiva haben Wirkungen, die hauptsächlich zur Linderung oder sogar Heilung der Symptome von Depressionen beitragen sollen. Sie werden aber auch in anderen Anwendungsgebieten eingesetzt. So kommen sie beispielsweise ergänzend bei der Behandlung von Zwangs- oder Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Essstörungen und bei Sucht- und Entzugsproblematiken zum Einsatz.
Meist werden Antidepressiva als Tabletten oder Kapseln angeboten. Seltener werden sie als Tropfen zum Einnehmen oder per Injektion verabreicht.
Die gezielte Entwicklung von Medikamenten mit antidepressiver Wirkung begann in den 1950er Jahren. Seitdem haben Nachfrage und Angebot stetig zugenommen, sodass mittlerweile eine lange Antidepressiva Liste mit unterschiedlichen Wirkmechanismen verfügbar ist. Wie auch in der Wirkung, unterscheiden sich die Antidepressiva bei Nebenwirkungen.
Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten sind bestimmte Antidepressiva rezeptfrei erhältlich. Dies sind pflanzliche Antidepressiva mit geringeren Wirkungen.

Wie ist bei Antidepressiva die Wirkung?

Ärzten steht mittlerweile eine lange Antidepressiva Liste zur Verfügung. Die Mittel werden nach ihren Wirkmechanismen unterschieden. Da bei depressiven Erkrankungen eine Störung des Gehirnstoffwechsels vorliegt, zielen Antidepressiva üblicherweise darauf ab, diesen wieder zu normalisieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den körpereigenen Neurotransmittern Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Die Botenstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Nervenimpulsen im Gehirn. Bei Menschen mit Depressionen weisen sie oft eine mangelhafte Aktivität auf.
Die gewünschte Antidepressiva Wirkung ist eine Aufhellung der Stimmung und die Normalisierung des oft gestörten Antriebs. Je nach Substanz kann die Wirkung dabei eher antriebssteigernd oder -hemmend sein. Auch körperliche Begleitsymptome, wie Rücken- oder Kopfschmerzen, Magenbeschwerden oder Schlafstörungen, sollen sich durch die Einnahme verringern.
In der Regel entwickelt sich bei Antidepressiva die Wirkung nicht sofort mit Beginn der Einnahme. Die stimmungsaufhellende Wirkung setzt häufig erst nach einigen Wochen ein. Die Wirkung auf den Antrieb kann auch etwas früher eintreten. Es ist deshalb wichtig, die Einnahme nicht direkt abzubrechen, wenn sich die gewünschte Wirkung nicht unmittelbar einstellt.
Auch die richtige Dosierung spielt für den erfolgreichen Einsatz von Antidepressiva eine entscheidende Rolle. Eine zu geringe Dosierung erzielt nicht den gewünschten Effekt, aber eine zu hohe Dosierung wird von vielen Betroffenen ebenfalls als unangenehm erlebt. Um bei Antidepressiva die Wirkung möglichst sanft und gut anzupassen, werden die Präparate deshalb in der Regel „eingeschlichen“. Die Einnahme beginnt mit einer möglichst niedrigen Dosis und wird im Laufe der Zeit auf ein passendes Maß gesteigert. Dies kann auch das Auftreten von Nebenwirkungen verringern.
Es ist bekannt, dass Antidepressiva ihre Wirkung je nach Patient individuell unterschiedlich entfalten können. Nicht jedes Medikament wirkt also bei jedem Patienten gleich gut und nicht jedes eignet sich für jeden Betroffenen. Sind bei bestimmten Antidepressiva die Nebenwirkungen zu stark oder ist die gewünschte Wirkung nicht gegeben, ist ein Wechsel des Medikaments erforderlich. Häufig ist es deshalb nötig im Laufe der Behandlung verschiedene Medikament auszuprobieren.

Antidepressiva Liste: Was für Antidepressiva gibt es?

Es gibt zahlreiche Antidepressiva die helfen können

Wirklich alle Antidepressiva als Liste aufzuführen ist kaum möglich, denn der Markt wächst und das Angebot ist groß. Ein Überblick lässt sich dennoch erstellen. Man unterscheidet, je nach ihrer chemischen Zusammensetzung und den entsprechenden Wirkungen, zwischen verschiedenen Kategorien von Antidepressiva. Dies sind die wichtigsten Wirkstoffkategorien mit jeweils häufig angewendeten Antidepressiva als Liste:


Trizyklische Antidepressiva: Antidepressiva der ersten Generation, die die Wiederaufnahme von Serotonin, Noradrenalin oder von beiden verhindern, um deren Konzentration zu erhöhen.
Häufig angewendete Mittel: Trimipramin, Imipramin, Clomipramin, Doxepin, Amitriptylin, Desipramin, Nortriptylin


Tetrazyklische Antidepressiva: Antidepressiva der zweiten Generation mit ähnlicher Wirkung wie trizyklische Antidepressiva.
Häufig angewendete Mittel: Maprotilin


Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): blockieren ein Molekül zum Serotonin-Transport und erhöhen so dessen Konzentration.
Häufig angewendete Mittel: Citalopram, Sertralin, Paroxetin, Fluvoxamin, Fluoxetin


Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI): hemmen vor allem die Wiederaufnahme von Noradrenalin und erhöhen so dessen Konzentration
Häufig angewendete Mittel: Reboxetin


Duale selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI): relativ neue Form der Antidepressiva, die sowohl die Wiederaufnahme von Serotonin als auch von Noradrenalin hemmen.
Häufig angewendete Mittel: Venlafaxin, Duloxetin


Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer): hemmen einen Eiweißstoff, der für den Abbau von Noradrenalin und Serotonin benötigt wird.
Häufig angewendete Mittel: Moclobemid
Noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva (NaSSA): blockieren Rezeptoren, die die Ausschüttung von Serotonin und Noradrenalin hemmen und begünstigen so deren Freisetzung.
Häufig angewendete Mittel: Mirtazapin

Wie sieht es bei Antidepressiva mit Nebenwirkungen aus?

Moderne Antidepressiva gelten allgemein als relativ gut verträglich. Dennoch können bei der Einnahme von Antidepressiva Nebenwirkungen auftreten. Diese können je nach Patient und Präparat sehr unterschiedlich ausfallen.
Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem sind am häufigsten zu beobachten und äußern sich beispielsweise in Form von Verdauungsbeschwerden oder Kreislaufproblemen.
SSRIs verursachen manchmal Unruhe und Schlafstörungen oder Übelkeit. Trizyklische Medikamente können hingegen Blutdruckabfall, Mundtrockenheit und Probleme beim Wasserlassen zur Folge haben. Auch negative Auswirkungen auf die Sexualität sind bei Antidepressiva als Nebenwirkungen bekannt. Bei einigen Antidepressiva ist als Nebenwirkung mit einer Anfangsverschlimmerung der Symptome zu rechnen, die auch mit erhöhter Suizidalität verbunden sein kann.
Viele Antidepressiva haben Nebenwirkungen, die nur vorübergehend zu Beginn der Einnahme auftreten und spätestens nach einigen Wochen wieder verschwinden oder sich deutlich verringern. Bei einigen Betroffenen bleiben sie aber über die gesamte Einnahmedauer bestehen.

Wer sich vor den Nebenwirkungen von Antidepressiva fürchtet, sollte zunächst zu pflanzlichen Produkten greifen. Tribulus Terrestris wirkt in Kombination mit viel Sonnenlicht und Sport aufmunternd und kann bei einer leichten Depression durchaus hilfreich sein.

Sind pflanzliche Antidepressiva eine Alternative?

Ärzte verschreiben gerne Antidepressiva

Neben synthetisch hergestellten Arzneimitteln wird auch verschiedenen Pflanzenstoffen eine antidepressive Wirkung nachgesagt, sodass auch sie auf die Antidepressiva Liste gehören. Die meisten sind in Form sogenannter Phytopharmaka in Medikamentenform erhältlich. Viele dieser pflanzlichen Antidepressiva enthalten Kombinationen verschiedener Pflanzenbestandteile. Das Angebot an unterschiedlichen Varianten pflanzlicher leichter Antidepressiva ist entsprechend groß.
Pflanzliche Wirkstoffe zeigten bislang in Studien keine ausreichende Wirkung, um allein zur Therapie ernsthafter depressiver Erkrankungen angewendet werden zu können. Sie eignen sich daher allenfalls als leichte Antidepressiva bei geringfügigen Stimmungstiefs oder zur unterstützenden Therapie. Diese Antidepressiva sind rezeptfrei. Trotzdem ist zu beachten, dass auch solche Antidepressiva Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zur Folge haben können. Diese sind in der Regel weniger schwerwiegend, weshalb diese Antidepressiva ohne Rezept erhältlich sind. Auch kommt es selten zu Beschwerden, wenn Patienten diese Antidepressiva absetzen. In jedem Fall sollte die Einnahme aber, insbesondere in Kombination mit anderen Medikamenten, vorab mit dem Arzt oder Apotheker abgeklärt werden.
Pflanzliche Präparate sind als einzige Antidepressiva rezeptfrei erhältlich. Eine Ausnahme bilden dabei einige sehr hoch dosierte pflanzliche leichte Antidepressiva, die der Verschreibungspflicht unterliegen.
Dies sind die gängigsten pflanzlichen Antidepressiva als Liste:

Echtes/Gewöhnliches Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Johanniskraut ist das wohl bekannteste und erfolgversprechendste unter den pflanzlichen Antidepressiva. Vielen hilft es bei Niedergeschlagenheit und Ängsten, ohne dabei zu sedieren. Dazu muss es über längere Zeit kontinuierlich eingenommen werden. Viele Präparate sind frei verkäuflich. Lediglich für sehr hoch dosierte Johanniskrautpräparate ist ein Rezept erforderlich.
Johanniskraut als Antidepressivum kann Nebenwirkungen, wie Lichtempfindlichkeit oder Empfindungsstörungen der Haut, entfalten. Außerdem kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Ärztliche Absprache ist deshalb besonders hier sehr ratsam.
Melisse/Zitronenmelisse (Melissa officinalis) und Echter/Schmalblättiger Lavendel (Lavandula angustifolia/vera/officinalis)
Melisse und Lavendel wirken beruhigend und angstlösend. Auch hier wird der beste Effekt durch eine längerfristige Einnahme erreicht.
Beide Pflanzen werden besonders häufig als Präparate in Kombination mit anderen Heilpflanzen oder miteinander angeboten. Gemeinsam mit Baldrian und/oder Hopfen tritt eine schlaffördernde Wirkung zu Tage.
Auch dem Lavendelduft wird eine positive Wirkung auf den Gemütszustand zugeschrieben.
Kurkuma/Curcuma/Safranwurz/Gelbwurzel (Curcuma longa)
Dieser mit dem Ingwer verwandten Gewürzpflanze werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Neben einer entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung soll Kurkuma sich bei regelmäßigem Konsum auch positiv auf den Gemütszustand auswirken.
Baldrianwurz/Echter Baldrian (Valeriana officinalis) und Hopfen (Humulus lupulus)
Beide Gewächse sind schon lange als Heilpflanzen bekannt und können auch einige mit depressiven Verstimmungen einhergehende Symptome, wie innere Unruhe und Schlafstörungen, lindern. Sowohl Baldrian, als auch Hopfen wirken direkt nach der Einnahme beruhigend und schlaffördernd. Hopfen kann zudem den Appetit anregen, der bei Depressionen ebenfalls häufig beeinträchtigt ist. Tagsüber eingenommen können Baldrian und Hopfen aber Müdigkeit zur Folge haben.
Cannabidiol (CBD) aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa) 
CBD wird als Extrakt aus Hanfblüten gewonnen und meist in Form von Öl in verschiedenen Dosierungen vertrieben. Seit einigen Jahren wächst das (pharmakologische) Interesse an diesem Stoff, der sich bei vielen Erkrankungen positiv auszuwirken scheint. Besonders anerkannt ist die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung, die insbesondere bei schmerzhaften, chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis oft als sehr positiv empfunden wird. Auch bei psychischen Beschwerden, wie Angst und Depressionen empfinden viele Anwender CBD als hilfreich. Neue Erkenntnisse zeigen, dass CBD tatsächlich mit den Serotoninrezeptoren im Gehirn interagiert, was diese Wahrnehmung bestätigen könnte.
Anders als das ebenfalls in der Cannabispflanze enthaltene THC, hat CBD keine berauschende Wirkung und ist legal erhältlich. Bisher konnten auch kein Abhängigkeitspotential oder ernstzunehmende Nebenwirkungen nachgewiesen werden.
Vom Konsum von Cannabis als Alternative zu CBD-Extrakten ist dringend abzuraten, da das dabei mitkonsumierte THC die psychische Verfassung eher negativ beeinflusst.

Sind Antidepressiva ohne Rezept erhältlich?

Mit Ausnahme leichter Antidepressiva auf pflanzlicher Basis, sind Antidepressiva ohne Rezept in Deutschland nicht erhältlich. Wie alle Psychopharmaka sind Antidepressiva nicht rezeptfrei und müssen deshalb von einem Arzt verschrieben werden. Das können nicht nur Neurologen oder Psychiater tun, sondern auch der Hausarzt.
Von den pflanzlichen Antidepressiva unterliegen nur einige wenige hoch dosierte Johanniskrautpräparate der Verschreibungspflicht. Diese Antidepressiva rezeptfrei zu erwerben ist also in jeder Apotheke und teilweise auch in Drogerien möglich.
Es gibt gute Gründe dafür, dass andere Antidepressiva nicht rezeptfrei erhältlich sind. Die Vielzahl an verschiedenen Mitteln mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und entsprechenden Wechsel- und Nebenwirkungen erfordert fachliche Kenntnisse hinsichtlich Eignung und Dosierung.

Antidepressiva absetzen: Was ist zu beachten?

Antidepressiva absetzen sollte ärztlich begleitet werden

Moderne Antidepressiva gelten normalerweise als nicht abhängig machend. Es kann aber zu gewissen Absetzungserscheinungen kommen, über die viele Betroffene klagen, wenn sie Antidepressiva absetzten.
Die Beschwerden nach dem Antidepressiva Absetzen können unterschiedlich stark ausfallen und variieren bei den verschiedenen Antidepressiva Tabletten. Zu den üblichen Problemen gehören Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Ängstlichkeit und Schlafprobleme, oft in Kombination mit intensiven (Alp-)Träumen. Auch Muskelzuckungen, unruhige Beine oder stromschlagartige Empfindungen in den Muskeln wurden beobachtet.
Das sogenannte „Reboundphänomen“, ein verstärktes Wiederauftreten der Symptome nach dem Antidepressiva Absetzen, ist ebenfalls bekannt.
Die Effekte, die Patienten verspüren, wenn sie Antidepressiva absetzen, treten meist schon 2-3 Tage nach dem Ende der Einnahme auf und gehen in der Regel innerhalb von zwei bis sechs Wochen wieder zurück.
Um diese Effekte zu minimieren oder ganz zu vermeiden, wird die Dosis behutsam über einen längeren Zeitraum verringert. Man spricht auch vom sogenannten „Ausschleichen“, wenn Patienten auf diese Weise kontrolliert Antidepressiva absetzen. Der Prozess kann sich je nach Dosis, Präparat und Dauer der Einnahme sogar über Jahre hinziehen. Antidepressiva als Tabletten werden in diesem Zusammenhang oft kritisiert, weil sich die Dosis weniger fein anpassen lässt. Bei Mitteln in flüssiger Form wäre dies leichter möglich, als bei Antidepressiva als Tabletten.

Depressionen sind behandelbar – auch mit Antidepressiva

Antidepressiva sind ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung von Depressionen. So wie die Aufmerksamkeit für die Krankheit zunimmt, wächst auch das Angebot an entsprechenden Medikamenten und die Antidepressiva Liste wird stetig länger. Und mit dieser Antidepressiva Liste wachsen auch die Erfahrungswerte. Welches Antidepressivum welchem Patienten am besten hilft ist dennoch hoch individuell, deshalb ist diese immer länger werdende Antidepressiva Liste auch durchaus gerechtfertigt, um für möglichst viele Betroffene ein geeignetes Medikament finden zu können. Um für Betroffene optimal zu sein, müssen Antidepressiva wenig Nebenwirkungen mit möglichst guter Wirkung verbinden. Damit sie das können, müssen Betroffene sich aber zunächst überwinden und Hilfe in Anspruch nehmen.
Leichte Antidepressiva auf pflanzlicher Basis sind zur Linderung von kurzfristigen Stimmungstiefs zwar geeignet. Und erhältlich sind diese Antidepressiva ohne Rezept. Bei dauerhaften, schwerwiegenden Symptomen empfiehlt sich jedoch der Weg zu einem Arzt, der über weiteren Behandlungsbedarf entscheiden und gegebenenfalls Antidepressiva verschreiben kann. Betroffene sollten sich nicht scheuen diesen Weg zu gehen, denn ein Tabuthema sind Depressionen und Antidepressiva schon lange nicht mehr. Und die langfristigen Konsequenzen einer unbehandelten Depression können weit schlimmer sein, als die Überwindung, die der erste Arztbesuch kostet.