Es ist eine Situation, die man sich als Elternteil kaum ausmalen kann. Das eigene Kind verstirbt. Oft sind schwere Krankheiten oder plötzliche Unfälle die Ursache. Was zurückbleibt ist in vielen Fällen eine schockierte Familie, die schwer getroffen ist.

Hier möchten wir ein paar Ratschläge geben, die dabei helfen mit dieser Situation umzugehen.

Das Kind ist tot – was passiert jetzt?

Wenn das eigene Kind stirbt, ist das für viele Ehen und Familien eine wahre Zerreißprobe. Nicht selten zieht dieses Ereignis Eltern und Geschwister in eine Depression. Es legt sich eine tiefe Trauer über die Familie, die ohne fremde Hilfe nicht überwunden werden kann.

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Angehörige fühlen sich schuldig, kämpfen mit dieser unglaublichen Ungerechtigkeit die dem jungen Leben widerfahren ist und entwickeln Hass und Trauer. Häufig sitzt der Schock tief und das Geschehene wird verdrängt um mit der Situation einigermaßen umgehen zu können. Doch wer einen langfristigen Blick hat sieht schnell, dass dies keine gute Bewältigungsstrategie ist.

Auch wenn die Betroffenen es in dem Moment der Trauer anders sehen: Es ist möglich das eigene Leben fortzuführen und sogar glücklich zu sein. Und genau das hat man auch verdient.

Tipps gegen das Verdrängen

Der Verlust eines Kindes ist grausam

Wer einen solchen Schicksalsschlag erleidet, sollte sich Zeit zum Trauern nehmen. Abstand von der Arbeit und alltäglichen Problemen. Man sollte gezielt die Unterstützung liebender Menschen suchen und Hilfe bewusst zulassen. Wie und wie lange man trauert, ist individuell sehr unterschiedlich. Doch es hilft sich einen fixen Zeitpunkt zu wählen, an dem man zwar noch trauernd zurückblicken kann, sich jedoch wieder auf das eigene Leben fokussiert und daran arbeitet erfolgreich, gesund und glücklich zu werden.

Mit Hilfe einer Trauerfeier für Kinder kann ein liebevoller Rahmen geschaffen werden, um der Trauer gemeinschaftlich Ausdruck zu verleihen. Sie ist zudem ideal geeignet um in Gesellschaft der Familie und Freunde trauern zu können.

Kraft aus dem Verlust schöpfen

Wenn ein geliebter Mensch uns verlässt, ist das eines der größten Leiden die wir erleben können. Doch auch in unserer tiefen Trauer sollten wir nicht vergessen, dass es auf der Welt nun viele Personen gibt, die unsere Unterstützung noch mehr benötigen als zuvor. Einer davon sind wir selbst.

Ein Schicksalsschlag kann eine ausgezeichnete Quelle für eine starke Motivation und neue Kraft sein. Der verlorene Mensch wäre stolz und glücklich, wenn sein Ableben uns dazu beflügelt härter an einem schönen Leben zu arbeiten. Gleichermaßen wäre er betrübt, wenn es für dauerhaftes Leid sorgen würde.

Anlaufstellen für professionelle Hilfe

Wer sein Kind verliert, ist in einer schrecklichen Situation und kann nicht klar denken. Hier sollte man sich in jedem Fall Hilfe holen. Vor allem besonders geschulte Profis sind hier hervorragende Ansprechpartner. Eine psychologische Betreuung ist essentiell und trägt dazu bei, dass wir lernen mit der tiefen Trauer umgehen zu können und langfristig einen Pfad einschlagen, der es uns wieder erlaubt ein von Glück und Dankbarkeit erfülltes Leben genießen zu können.