Depression Arten – die verschiedenen Formen erklärt

Laut einer wissenschaftlichen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befinden sich depressive Erkrankungen auf einem alarmierenden Vormarsch. Immer mehr Menschen werden davon betroffen und privat wie beruflich dadurch beeinträchtigt. Gemäß der Depressions Definition handelt es sich dabei eine psychische Erkrankung, die zu einer länger andauernden Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Lustlosigkeit führt. Dabei entsteht ein quälendes Gefühl der inneren Leere und Perspektivlosigkeit. Der Wille, die Fähigkeit zur Alltagsbewältigung und das Selbstwertgefühl werden gelähmt. Durch die Depressions Definition wird eine depressive Verstimmung von den Depressions Arten abgegrenzt. Eine häufig vorkommende depressive Verstimmung mit „dunklen Gedanken“ stellt noch keine Erkrankung wie eine wahnhafte Depression dar. Meistens ausgelöst durch Stress besteht eine gedrückte Stimmung nur wenige Tage und verschwindet dann wieder. Von Depressionen sind hauptsächlich Frauen betroffen. Schlimmste Verlaufsformen können bei Erkrankten bis zum Selbstmord führen. Neben dem Leid der Betroffenen entsteht jährlich ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden. Bei den krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeiten nehmen zunehmend Depressionen den fatalen Spitzenplatz ein. Depressive Erkrankungen können verschiedene Ursachen haben. Ebenso können Schwere und Zeitraum der Erkrankung differieren. Neben der allgemeinen Depressions Definition erfolgt eine nähere Unterscheidung in 7 Depressions Arten.

Die verschiedenen Depressions Arten

Depressionen Arten - Sie kommt in verschiedenen Formen

Die Symptome von Depressionen treten sehr unterschiedlich auf. Ob sich eine Depression entwickelt, hängt neben den äußeren Umständen von der Persönlichkeit des Betroffenen ab. Folgende Arten einer Depression können auftreten:

• Major Depression, auch unipolare Depression genannt

Die Major Depression zeigt sich insbesondere durch Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Hoffnungslosigkeit und beeinträchtigt alle Lebensbereiche. Der gesamte Alltag verändert sich dadurch über Wochen. Es fehlt an Freude und erholsamem Schlaf. Das Appetitverhalten wird ebenfalls beeinträchtigt. Der Betroffene fühlt sich wertlos.

• Persistierende depressive Störung, auch Dysthymie oder chronische Depression genannt

Hierbei sind die Symptome nur schwach ausgeprägt, bestehen jedoch über einen mindestens zweijährigen Zeitraum. Ähnlich einer Major Depression treten als Anzeichen Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit auf.

• Bipolare Störung, auch als manisch-depressive Störung bekannt – psychotische Depressionen

Bei dieser Form der Depression kommt es wechselweise zu starken depressiven Stimmungen und zu manischen (übertrieben heiteren) Phasen. Zwischen diesen gegensätzlichen Stimmungsveränderungen kann der Gemütszustand ausgeglichen sein. Das Realitätsbewusstsein geht verloren und es können psychotische Depressionen mit Wahnvorstellungen wie Verfolgungswahn auftreten. Bei einer psychotischen Depression entstehen während einer depressiven Episode zusätzlich psychotische Wahnideen. Dabei können Angststörungen aufkommen.

• Atypische Depression, auch Zyklothymia genannt

Bei dieser affektiven Störung kann die Stimmung für einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten normal erscheinen. Dazwischen treten im Wechsel Phasen mit hocherregter und depressiver Stimmung auf. Die Symptome sind bei dieser dauerhaften Instabilität jedoch deutlich schwächer als bei einer bipolaren Störung ausgeprägt.

• Situative Depression

Bei einer situativen Depression verursachen bestimmte Ereignisse Niedergeschlagenheit. Bei dieser meistens vorübergehenden Anpassungsstörung ist im Regelfall keine Behandlung notwendig.

• Saisonal abhängige Depression auch Winterdepression genannt

Bei dieser Form einer Depression ist winterlich bedingter Lichtentzug der höchstwahrscheinliche Auslöser. Menschen in Ländern mit wenig Tageslicht während der Winterzeit sind davon stärker betroffen.

• Pränatale und postnatale Depression

Bei einer postnatalen Depression, auch Wochenbettdepression genannt, treten bei Müttern nach einer Geburt Depressionen auf. Die hormonellen Veränderungen und die mit der Geburt verbundenen Belastungen lösen die Erkrankung aus. Die durch eine Schwangerschaft hervorgerufenen körperlichen und seelischen Stressfaktoren können auch bereits vor der Geburt zu Depressionen führen.

Depressions Definition zur Unterscheidung der Depresseions Schweregrade leichte Depression, mittelgradige Depression und schwere Depression:

• Bei einer leichten Depression liegen mindestens zwei Hauptsymptome und zwei Zusatzsymptome vor

• Bei einer mittelgradigen Depression liegen zwei Hauptsymptome und mindestens drei, höchstens aber vier weitere Symptome vor

• Von einer schweren Depression wird gesprochen, wenn alle drei Hauptsymptome und mindestens vier zusätzliche Symptome vorhanden sind

Du fragst dich, ob du unter einer dieser Formen der Depression leidest? Macht jetzt den Depressionen Test!

Ursachen der verschiedenen Depressions Arten

Arten der Depression - nicht immer muss man zum Psychiater

Eine Depression kann durch private Sorgen und Probleme ausgelöst werden. Dazu zählen Trauerfall, Liebesentzug oder große finanzielle Schwierigkeiten. Häufig entstehen Depressionen durch belastende Bedingungen am Arbeitsplatz wie Mobbing durch Mitarbeiter oder Vorgesetzte sowie Konkurrenzdruck. Im digitalen Zeitalter können eine ständige Erreichbarkeit, neue Technologien und fehlende Ruhepausen Gründe für Depressionen sein. Die sogenannte Ellenbogenmentalität ist in Teilen der Gesellschaft stark ausgeprägt und kann folgenreiche Angst bei Schwächeren verursachen. Depressionen können durch den übermäßigen Konsum von bestimmten Medikamenten oder Genussgiften entstehen. Genetische Einflüsse können ebenfalls eine Rolle bei der Entwicklung von Depressionen spielen. Außerdem können Schwangerschaften und winterlicher Lichtentzug als Ursache für die Entstehung von Depressionen infrage kommen. In Einzelfällen können Depressionen durch andere Erkrankungen ausgelöst werden.

Hier erfährst du, wie du deine Depression behandeln lassen kannst!

Symptome einer Depression

Depressionen bleiben oftmals sehr lange unerkannt. Dies liegt daran, dass die Betroffenen dies selbst nicht erkennen oder nicht mitteilen. Außerdem weisen zahlreiche allgemeine Symptome nicht spezifisch auf eine Depression oder den Depresseions Schweregrade hin. Zu den Haupt- und Zusatzsymptomen, die bei einer Depression auftreten können, zählen:

Hauptsymptome:

• Depressive Stimmung

• Antriebsarmut

• Interessenlosigkeit

Zusatzsymptome:

• Abgeschlagenheit, vorzeitige Ermüdung

• Nervöse Unruhe

• Appetitlosigkeit

• Schlafstörungen

• Konzentrationsstörungen

• Gereiztheit

• Reduziertes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl

• Leistungsschwäche

• Schuldgefühle

• Zukunftsangst

• Einschränkung sozialer Kontakte

• Organische Beschwerden

• Suizidgedanken (häufig bei wahnhaften Depressionen)

Eine Häufung von Symptomen in Verbindung mit der Dauer der Beschwerden kann auf bestimmte Depressions Arten schließen lassen.

Die Diagnose

In einem ausführlichen Gespräch mit einem Facharzt/Fachtherapeuten werden die aktuelle Lebenssituation und bestehenden Symptome bewertet. Dadurch soll von den möglichen Depressions Arten die zutreffende herausgefunden werden. Ebenso ist die Ursache der Erkrankung und der Depresseions Schweregrad zu klären. In den meisten Fällen kann der Auslöser der Depression entdeckt werden. Dafür können auch mehrere Einflussfaktoren infrage kommen. Eine wahnhafte Depression wird beispielsweise völlig anders behandelt als eine Winterdepression. Ob eine leichte, mittelschwere Depression oder der höchste Depresseions Schweregrade vorliegt: Die Behandlungsform wird immer gezielt durch das genaue diagnostische Ergebnis bestimmt.

Verlauf und mögliche Folgen

Bestehende Erkrankungen werden je nach den Arten von Depressionen nicht oder erst sehr spät erkannt. Erste Anzeichen für eine Depression werden oftmals tabuisiert, bagatellisiert oder falsch gedeutet. Aufgrund dieser verbreiteten Fehleinstellung gegenüber dieser Erkrankung versuchen Betroffene, die Beschwerden geheim zu halten. Die Erkrankung kann je nach den Arten von Depressionen sehr unterschiedlich verlaufen. Es kann sich um eine einmalige, wiederholt oder chronisch auftretende depressive Episode handeln. Die Schwere einer Depression kann erheblich differieren. Es kann sich um eine leichte Depression, mittelgradige Depression oder schwere Depression handeln. Dadurch können partnerschaftliche Beziehungen ebenso wie soziale Bindungen gestört werden. Außerdem ist der Verlust des Arbeitsplatzes möglich. Bei schweren Erkrankungen wie bei einer psychotischen Depression ist der Patient erheblich gefährdet. Im schlimmstmöglichen Fall kann es sogar zum Suizid kommen. Auf den Verlauf und die Folgen einer Depression kann durch eine möglichst frühzeitige und gezielte Behandlung Einfluss genommen werden.

Behandlung und Vorsorge

Depression Arten - fast alle sind behandelbar

Aufgrund verschiedener Arten von Depressionen und eines unterschiedlichen Verlaufs muss eine hilfreiche Behandlung individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Infrage kommen psychotherapeutische Maßnahmen, der Einsatz spezieller Medikamente oder ein stationärer Aufenthalt. So ist beispielsweise bei einer wahnhaften Depression eine sofortige Medikamentierung erforderlich. Bei einer mittelgradigen Depression kann eine psychotherapeutische Behandlung ausreichend sein. Für destabilisierte Depressions-Patienten ist es wesentlich, dass sie im Rahmen einer Therapie wieder aktiv werden. Mit professionellen Hilfen zur Selbsthilfe soll er auf seinem weiteren Weg wieder uneingeschränkt zur früheren Alltagsbewältigung zurückfinden. Flankierende Maßnahmen zur Therapie können Angehörige, Lebenspartner und Berufskollegen leisten. Dadurch kann der Prozess zur beruflichen Wiedereingliederung und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unterstützt werden. Eine Teilnahme in Gruppen während einer Therapie erscheint sinnvoll. Kommunikation, Sozialverhalten und Aktivität können dadurch gefördert werden. Die Auseinandersetzung mit anderen Menschen und dem eigenen Verhaltensdefizit wirkt einer Resignation entgegen. Der Automatismus negativer Gedanken wird dadurch unterbrochen und das Selbstwertgefühl gestärkt. Winterdepressionen können durch spezielle Lichttherapien behandelt werden. Sollte der übermäßige Konsum von Genussgiften ursächlich für die Depression gewesen sein, hilft eine Abstinenz. Die meisten Betriebe, Behörden und Krankenkassen informieren über Möglichkeiten zur Prävention. Dazu zählen:

• Regelmäßige sportliche Aktivitäten, insbesondere Ausdauersportarten

• Tipps zur Vermeidung und Verarbeitung von Stress

• Hinweise auf Entspannungstechniken

• Ernährungshinweise

Fazit

Wer einmal schlechte Laune oder ein paar Tage einen „Durchhänger“ hat, ist nicht krank. Erst wenn Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Interessenslosigkeit nicht mehr aufzuhören drohen, wird das seelische Tief zur Depression. Eine medizinische Behandlung ist dann unerlässlich. Die Behandlungsform wird durch die verschiedenen Arten von Depressionen bestimmt. Die Depressions Arten können im Rahmen fachärztlicher Diagnosen festgestellt werden. Wer erste Symptome einer Depression wahrnimmt, sollte zur Feststellung des Depresseions Schweregrades unbedingt einen Facharzt konsultieren. Angehörige und Lebenspartner eines an Depression erkrankten Menschen sollten eine Therapie unterstützen.